Speicher mit Ersatzstrom

Viele Kunden glauben, dass jeder Batteriespeicher bei einem Stromausfall automatisch als Notstromsystem funktioniert. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Echter Ersatzstrom erfordert eine schnelle Umschaltung, die saubere Netztrennung, die richtige Schutztechnik und vor allem eine klare Definition der angeschlossenen Verbraucher. Ohne professionelle Planung funktioniert das im Ernstfall nicht zuverlässig.

Warum ist das Thema relevant?

Wenn das öffentliche Netz ausfällt, sollen kritische Verbraucher wie IT, Tore, Kühlanlagen, Steuerungen, Lüftung oder Melktechnik weiterlaufen. Damit Ihr Speichersystem diese Aufgabe übernehmen kann, müssen folgende Punkte zwingend beachtet werden:

  • STS und Umschaltzeit bewerten: Eine automatische und unterbrechungsarme Umschaltung gelingt nur mit einem Static Transfer Switch (STS). Die Umschaltzeit bestimmt, ob Geräte den Netzausfall überhaupt "bemerken".
  • Kritische Verbraucher definieren: Ein Speicher kann im Inselbetrieb meist nicht den gesamten Betrieb versorgen. Es muss vorab ein eigener, geschützter Ersatzstromkreis für die wichtigsten Anlagen gebildet werden.
  • Anlaufströme prüfen: Maschinen, Motoren oder große Pumpen benötigen beim Start oft ein Vielfaches ihrer normalen Nennleistung. Der Speicher muss leistungsstark genug sein (kW), um diese hohen Anlaufströme zu liefern, ohne abzuschalten.
  • USV-Anforderungen separat betrachten: Ein Ersatzstromspeicher mit einer Umschaltzeit von z.B. 20 Millisekunden ist extrem schnell, ersetzt aber bei hochsensiblen Rechenzentren nicht zwingend eine klassische USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung). Beide Konzepte müssen oft kombiniert werden.

Passende Produkte und Lösungen

Nicht jeder Speicher ist ersatzstromfähig. Wir setzen auf Systeme, die diese Funktion von Haus aus professionell mitbringen:

  • OmniCube A215: Unser absolutes Fokusprodukt für Ersatzstromkonzepte. Bei diesem System ist das STS bereits serienmäßig integriert. Die Umschaltzeit von Netz- auf Inselbetrieb liegt bei extrem schnellen < 20 ms.
  • PotisCabinet D9: Die AC-Steuerungs- und Kopplungseinheit für komplexe Projekte, in denen PV, Speicher, Dieselgeneratoren und Netz zu einem hochsicheren Multi-Source-Hybridnetz verschmolzen werden sollen.
  • Containerlösungen (PotisBank / Elecnova): Für Industrieanlagen und kritische Infrastrukturen, bei denen riesige Lasten abgesichert werden müssen.

Welche Daten brauchen wir für Ihre Planung?

Ersatzstrom ist ein Schutzkonzept, das keine Schätzungen erlaubt. Für eine seriöse Planung benötigen wir:

  • Definition der kritischen Verbraucher (Was muss weiterlaufen?)
  • Informationen zu Leistung und Anlaufströmen dieser Verbraucher
  • Die gewünschte Überbrückungsdauer im Falle eines Ausfalls
  • Gibt es bereits einen Dieselgenerator oder eine USV?
  • Ihr 15-Minuten-Lastprofil und die Stromrechnung
  • PV-Leistung und Erzeugungsdaten (für die PV-Nachladung im Inselbetrieb)
  • Aufstellort und Einlinienschema / Fotos des Zählerschranks

FAQ

Was kostet eine Speicherprüfung bei SpeicherCampus?

Die erste technische Prüfung und Einschätzung durch unser Engineering-Team ist völlig kostenlos und unverbindlich.

Welche Daten brauche ich für eine Anfrage?

Am wichtigsten sind Ihr 15-Minuten-Lastprofil, eine aktuelle Stromrechnung sowie Daten zur PV-Anlage und zum Netzanschluss.

Bietet SpeicherCampus auch die Installation an?

Ja, SpeicherCampus verbindet Produktportfolio, Engineering, Inbetriebnahme und Service. Wir liefern funktionierende Systeme, keine Einzelteile.

Machen Sie den ersten Schritt

Senden Sie uns Lastprofil, Stromrechnung, PV-Daten und Projektziel. SpeicherCampus prüft, welche Speichergröße, Leistung und Produktklasse sinnvoll ist.