Netzebene
Österreichs Stromnetz hat sieben Netzebenen, von Höchstspannung (Ebene 1) bis Niederspannung (Ebene 7). Die Anschlussebene bestimmt die Netzentgelte mit.
Was ist eine Netzebene?
In Österreich wird das Stromnetz in sieben Netzebenen eingeteilt, gezählt von oben. Netzebene 1 ist die Höchstspannung mit 380 und 220 kV, Netzebene 7 die Niederspannung mit 400/230 V, an der Haushalte und viele kleinere Betriebe hängen. Dazwischen liegen die Hochspannung (Netzebene 3) und die Mittelspannung (Netzebene 5). Die geraden Ebenen 2, 4 und 6 sind die Umspannungen zwischen ihnen.
Die Netzebene des Anschlusses bestimmt die Höhe der Netzentgelte: Auf Netzebene 7 sind sie am höchsten, weil dort die Kosten der darüberliegenden Ebenen anteilig mitgetragen werden. Betriebe mit höherer Anschlussleistung werden häufig an Netzebene 6 oder 5 angeschlossen.
Worauf es in der Praxis ankommt
- die Netzebene steht in der Regel auf der Netzrechnung und gehört zu den Grunddaten jeder Speicherplanung
- Arbeits- und Leistungspreis unterscheiden sich je Netzebene und Netzbereich
- ein Wechsel der Netzebene, etwa durch eine eigene Trafostation, verändert Kosten und technische Anforderungen
- für Speicher und Ladeinfrastruktur kann die verfügbare Leistung am bestehenden Anschluss der Engpass sein
Praxisbeispiel
Ein Betrieb an Netzebene 7 stößt mit neuen Ladepunkten an die Grenze seiner Anschlussleistung. Statt den Anschluss zu verstärken oder auf eine höhere Netzebene zu wechseln, kann ein Speicher die Spitzen abfangen. Welche Variante günstiger ist, zeigt erst der Vergleich von Netzkosten, Anschlusskosten und Speicherinvestition.
Speichercampus-Einordnung
Für Speichercampus gehört die Netzebene zusammen mit Lastprofil und Netzrechnung zu den Grunddaten, weil sie den Rahmen für jede Speicherlösung setzt.