E-Control
Die E-Control ist die österreichische Regulierungsbehörde für Strom und Gas. Sie legt die Netzentgelte fest und veröffentlicht die technischen Regeln für den Netzanschluss.
Was ist die E-Control?
Die Energie-Control Austria, kurz E-Control, ist die Regulierungsbehörde für die Strom- und Gaswirtschaft in Österreich. Sie überwacht den Markt, legt die Entgelte für die Nutzung der Stromnetze per Verordnung fest und veröffentlicht die Marktregeln. Dazu gehören die technischen und organisatorischen Regeln (TOR), nach denen Anlagen an das Netz angeschlossen werden.
Für Speicherprojekte wird die E-Control an zwei Stellen spürbar: bei den Netzentgelten, aus denen sich der Ertrag von Peak Shaving ergibt, und bei den Regeln, nach denen ein Speicher ans Netz geht.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Netzentgelte gelten je Netzbereich und Netzebene, die aktuellen Werte veröffentlicht die E-Control
- angekündigte Änderungen der Entgeltstruktur in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einbeziehen, denn ein Speicher läuft über viele Tarifperioden
- die TOR geben den Rahmen für den Netzanschluss vor, die konkrete Umsetzung regelt der jeweilige Netzbetreiber
- für den Vergleich von Strom- und Netzkosten bietet die E-Control einen Tarifkalkulator an
Praxisbeispiel
Ein Betrieb plant einen Speicher zur Lastspitzenkappung und rechnet mit dem Leistungspreis seiner aktuellen Netzrechnung. Verschiebt sich die Gewichtung zwischen Arbeits- und Leistungspreis, verändert das den Ertrag des Speichers über seine gesamte Laufzeit. Deshalb gehört ein Blick auf die Pläne der E-Control zur Planung, nicht nur der heutige Tarif.
Speichercampus-Einordnung
Speichercampus rechnet Speicherprojekte mit den Netzentgelten des jeweiligen Standorts. Die Vorgaben der E-Control setzen dafür den Rahmen, maßgeblich bleibt die Netzrechnung des Betriebs.