Ladepark
Ein Ladepark ist ein Standort mit mehreren Ladepunkten, von AC-Wallboxen bis DC-Säulen. Kernfrage ist die Leistung, wenn viele Fahrzeuge zugleich laden.
Was bedeutet Ladepark?
Ein Ladepark ist ein Standort mit mehreren Ladepunkten — vom Betriebshof mit acht AC-Wallboxen bis zum Schnellladestandort mit DC-Säulen im Megawattbereich. Sein Kernproblem ist fast immer die Leistung: Viele Fahrzeuge laden gleichzeitig, das Netz gibt die Summe nicht her.
Speicher und Lademanagement bilden zusammen die Lösung: Der Speicher puffert Leistungsspitzen aus der Batterie, das Lademanagement verteilt die verfügbare Leistung intelligent auf die Fahrzeuge.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Gleichzeitigkeit realistisch ansetzen: Selten laden alle Punkte mit Nennleistung
- Ladeverhalten analysieren: Standzeiten erlauben oft gedrosselte Ladung
- Speicher-C-Rate hoch wählen — Ladeparks brauchen Leistung, weniger Kapazität
- HPC-Standorte (150 kW+ pro Säule) sind eine eigene Auslegungsklasse
Praxisbeispiel
Ein Speditionshof lädt nachts 14 E-LKW. Statt des 800-kW-Netzausbaus puffert ein Containerspeicher die erste Ladewelle, das Lademanagement staffelt den Rest über die Nacht — der bestehende 400-kW-Anschluss blieb ausreichend.
Speichercampus-Einordnung
Ladeparks sind ein Schwerpunkt der Speichercampus-Projektprüfung: Ladeverhalten, Netzanschluss und Speicherleistung werden als ein System gerechnet, nicht als drei Gewerke.