Zum Inhalt springen

DoD

DoD bedeutet im Speichercampus-Kontext: Entladetiefe und nutzbarer Anteil der Batterie. Fachlich wird der Begriff häufig als Depth of Discharge beschrieben.

Was bedeutet DoD?

Depth of Discharge — die Entladetiefe — gibt an, wie viel der Nennkapazität tatsächlich entnommen wird. 90 % DoD bei 200 kWh heißt: 180 kWh werden genutzt, 20 kWh bleiben als Reserve in der Zelle.

Moderne LFP-Systeme erlauben hohe Entladetiefen (teils 100 % laut Datenblatt), aber DoD bleibt ein Auslegungshebel: Wer flacher zykliert, verlangsamt die Alterung — wer die Garantiekapazität voll ausreizt, bezahlt mit Lebensdauer.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • nutzbare Kapazität = Nennkapazität × DoD — nur damit rechnen
  • Datenblatt-DoD und Garantie-DoD können sich unterscheiden
  • Ersatzstromreserve senkt die im Alltag verfügbare Entladetiefe
  • BMS-Grenzen respektieren: Tiefentladung ist ein Schadensfall

Praxisbeispiel

Ein Speicher „mit 215 kWh” fährt im Alltag 90 % DoD und hält 30 % Ersatzstromreserve vor. Effektiv verschiebt er täglich rund 130 kWh — genau diese Zahl, nicht die 215, gehört in die Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Speichercampus-Einordnung

Speichercampus rechnet Angebote immer auf die nutzbare Kapazität bei realem DoD um — der ehrliche Vergleichswert hinter der Katalogzahl.