Flüssigkeitskühlung
Die Flüssigkeitskühlung führt Batteriewärme per Kühlmedium über Kühlplatten an den Modulen ab. Sie ist üblich bei hoher Dauerleistung und in Containern.
Was bedeutet Flüssigkeitskühlung?
Bei der Flüssigkeitskühlung zirkuliert ein Kühlmedium durch Kühlplatten direkt an den Batteriemodulen. Wärme wird dort abgeholt, wo sie entsteht — das hält die Temperaturdifferenz zwischen den Zellen typischerweise unter 3 °C und die Alterung aller Stränge gleichmäßig.
Nötig wird das bei hoher Dauerleistung, hohen C-Raten, dichter Packung (Container!) und heißen Standorten. Der Gegenwert: Pumpen, Kühlkreislauf und Wartungsbedarf plus höherer Eigenverbrauch.
Worauf es in der Praxis ankommt
- bei Containern und hohen Zyklenzahlen praktisch Standard
- Kühlmittelwartung und Frostschutz in den Servicevertrag aufnehmen
- Eigenverbrauch der Kühlung in der RTE-Bilanz berücksichtigen
- Aufstellung: Kälteaggregate brauchen Abluftführung und Abstand
Praxisbeispiel
Ein Industriebetrieb zykliert zweimal täglich mit 0,8C für Peak Shaving im Zweischichtbetrieb. Der flüssigkeitsgekühlte OmniCube L233 hält die Zellen gleichmäßig im Fenster — luftgekühlt wäre bei dieser Dauerlast das Derating zum Problem geworden.
Speichercampus-Einordnung
Speichercampus setzt Flüssigkeitskühlung gezielt ein, wo Dauerlast oder Bauform sie verlangen — vom L233 über die E261LP bis zu allen Containerklassen.