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OeMAG

Die OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom AG) wickelt in Österreich die Förderungen nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ab, darunter die Investitionszuschüsse für Photovoltaik und Stromspeicher.

Was ist die OeMAG?

Die Abwicklungsstelle für Ökostrom AG, kurz OeMAG, ist die Stelle, über die in Österreich die Förderungen nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz beantragt und abgewickelt werden. Investitionszuschüsse und Marktprämien laufen über ihr EAG-Portal. Außerdem veröffentlicht sie jeden Monat Marktpreise für Strom aus Photovoltaik und anderen erneuerbaren Quellen.

Bekannt ist die OeMAG vor allem durch die Fördercalls für Photovoltaik und Speicher: Zuschüsse wurden in festen Zeitfenstern vergeben, im zweiten Call 2026 waren die Mittel laut Wirtschafts- und Energieministerium nach 33 Sekunden ausgeschöpft. Ab 2027 soll dieses Verfahren durch einen Speichersystembonus ersetzt werden, beantragt nach Fertigstellung. Stand Oktober 2026 ist das geplant, aber nicht beschlossen.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • Bedingungen und Termine jeweils direkt bei der OeMAG prüfen, sie ändern sich von Jahr zu Jahr
  • im bisherigen System wird die Förderung vor der Bestellung beantragt, nicht danach
  • in der Wirtschaftlichkeitsrechnung nur Zuschüsse ansetzen, die zugesagt sind
  • die monatlichen Marktpreise der OeMAG geben einen Anhaltspunkt für den Wert von eingespeistem PV-Strom

Praxisbeispiel

Ein Betrieb mit bestehender PV-Anlage plant im Herbst 2026 einen Speicher. Im bisherigen System hätte er auf den nächsten Fördercall warten müssen. Nach der geplanten Übergangsregel könnte ein Projekt mit intelligentem Speicher, das 2026 keine EAG-Förderung erhalten hat und ab 1. November 2026 abgerechnet oder in Betrieb genommen wird, 2027 im neuen System einreichen, sofern die Gesetzesänderung beschlossen wird.

Speichercampus-Einordnung

Speichercampus empfiehlt, Speicherprojekte zuerst ohne Förderung zu rechnen. Ein Zuschuss der OeMAG verbessert dann das Ergebnis, statt es erst zu ermöglichen.